Vom IT-Alltag zur Car Culture: Warum ich made2drive gestartet habe

Viele ITler haben ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht. Und doch zeichnet sich immer mehr das Bild vom ITler, der jetzt einen Hof hat und sein eigenes Gemüse anbaut. Warum gibt es diesen Trend? was steckt dahinter?
Ich glaube, die Antwort ist sehr einfach: Der Mensch hat den Drang, etwas mit seinen Händen zu schaffen. Eine Arbeit, dessen Ergebnis man am Ende des Tages sieht und anfassen kann. Der Job in der IT-Branche ist geprägt durch Fehlersuche, Lösungen finden, beraten. Alles sehr theoretisch. Klar sieht man im besten Fall eine funktionierende Infrastruktur vor sich. Aber wer geht jeden Abend in den Serverraum, streichelt die Server und denkt sich "Das ist mein Werk."? Genau - niemand (wobei ich nicht ausschließen möchte, dass es einige Kollegen mit einem Serverfetisch gibt :D ).
Es ist also wichtig, dem Drang nach haptischer Produktivität nachzukommen. Mein "Bauernhof" sind Autos.
Die Begeisterung für Autos war schon lange da, bevor ich selbst angefangen habe, an einem zu schrauben. Need for Speed hat diese Welt für mich spielbar gemacht: Fahrzeuge auswählen, verändern, den eigenen Stil finden. Fast & Furious hat das Ganze auf die Leinwand gebracht. Rückblickend war daran für mich weniger die Action entscheidend als die Idee, dass ein Auto mehr sein kann als ein Fortbewegungsmittel. Ich hatte schon als Kind ganze Kisten mit Matchbox-Autos und konnte jede Marke erkennen und benennen.
Später kam JP Performance dazu. Dort ging es plötzlich nicht mehr nur um Film- und Spielwelten, sondern um echte Fahrzeuge, echte Umbauten und die Menschen dahinter. Es wurde viel erklärt und JP gab (und gibt uns hoffentlich bald wieder) tiefe Einblicke in das ganze Auto-Thema. Das hat meine Begeisterung für Tuning noch einmal anders angefeuert.
Heute darf ich einen Nissan 350Z als mein Eigen nennen. Und wie das bei solchen Autos ist, bleibt es selten bei „Ich ändere nur eine Kleinigkeit“. Man beschäftigt sich mit Teilen, Technik, Optik und Legalität. Man freut sich über einen Umbau, der genau so funktioniert wie geplant, und lernt bei den anderen mehr, als man vorher vorhatte. Dabei gibt es für mich eine Verbindung zur IT: Ich mag es, Dinge zu verstehen und selbst zu gestalten. Nur dass ein gelöstes Problem am Auto nicht als grüner Haken auf dem Bildschirm erscheint. Man sieht es, hört es oder merkt es bei der nächsten Fahrt.
Ich lerne tolle Menschen kennen, die die gleiche Leidenschaft haben, mich unterstützen und mit denen ich mich einfach mit einem Corona in der Hand austauschen kann.
Wie daraus made2drive wurde
Mit der Zeit wollte ich diese Begeisterung auch gestalterisch festhalten und nach außen zeigen. Ich wollte Motive gestalten, in denen Menschen aus der Autoszene etwas wiedererkennen: die Stunden in der Garage, ein Treffen am Abend, eine kurvige Straße oder dieses Gefühl, dass man nach der Fahrt eigentlich noch gar nicht nach Hause möchte.
Daraus ist made2drive entstanden, meine kleine Automotive-Clothing-Marke.
Ich entwickle die Motive und bringe sie über einen Spreadshop auf Shirts. Der Shop übernimmt die Produktion und den Versand; ich kann mich darauf konzentrieren, Ideen aus der Car Culture in Designs zu übersetzen. Und natürlich hilft mir dabei mein AI Agent. made2drive soll dabei keine Marke nur für ein bestimmtes Auto sein. Ich fahre einen 350Z, klar. Aber die Freude an Autos hängt nicht an einem Modell.
Ob jemand schraubt, fotografiert, zu Treffen fährt oder einfach gern hinter dem Steuer sitzt: Genau für diese Leute ist die Marke gedacht.
Ich weiß noch nicht, wohin sich made2drive entwickeln wird. Im Moment wächst die Kollektion Motiv für Motiv, und ich lerne dabei genauso viel wie bei jedem anderen eigenen Projekt. Das macht es für mich spannend: Aus einer Idee wird etwas, das man tatsächlich anfassen und anziehen kann. Wenn du dir die bisherigen Designs ansehen möchtest, findest du sie auf made2drive.com. Und falls dich eines davon an deine eigenen Garagenabende oder Ausfahrten erinnert, habe ich beim Designen offenbar etwas richtig gemacht.